Zusammenfassung
Hintergrund
Die relevantesten Beeinträchtigungen der Kommunikationsfähigkeit durch Hörstörungen treten v. a. in Situationen mit Störgeräuschen auf. Für die audiologische Diagnostik und für die Überprüfung des Versorgungserfolgs sind daher Sprachverständlichkeitstests im Störgeräusch erforderlich.
Fragestellung/Ziel der Arbeit
Ziel war die Ermittlung der Eigenschaften von Matrixtests zur Bestimmung der Sprachverständlichkeit im Störgeräusch. Was sind deren Leistungen und Grenzen?
Material und Methoden
Matrixtests basieren auf einer Basismatrix von 50 Wörtern (zehn 5‑Wort-Sätze mit gleicher grammatikalischer Struktur). Im Standardverfahren wird mit je 20 Sätzen in einem adaptiven Verfahren die 50 %-Sprachverständlichkeitsschwelle im Störgeräusch individuell bestimmt. Aktuell sind Matrixtests in 17 verschiedenen Sprachen verfügbar.
Ergebnisse
Es besteht eine hohe internationale Vergleichbarkeit der Matrixtests. Beim deutschsprachigen Matrixtest (OLSA, männlicher Sprecher) liegt die Normalhörenden-Referenzschwelle für 50 % Sprachverständlichkeit bei −7,1 (±1,1) dB SNR.
Schlussfolgerungen
Vor der ersten Untersuchung muss sich die Testperson durch 2 Trainingslisten mit dem Basissprachmaterial vertraut machen. Anschließend liefern Matrixtests auch bei wiederholter Verwendung gleichwertige Ergebnisse. Matrixtests sind für Hörgeräte und Cochleaimplantatträger insbesondere für die begleitende Überprüfung der Anpassung und des Versorgungserfolgs geeignet. Matrixtests können im geschlossenen Antwortformat zudem zur Messung von Nichtmuttersprachlern eingesetzt werden, ohne dass der Untersucher die Testsprache beherrscht. Für Personen mit eingeschränkter Hörmerkspanne (z. B. Kinder) existieren verkürzte Matrixtests.
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